Mr. Clean tell me is that really you…
… I wonder what you’ve done to become so big an dumb.. but I know you “can” change your lifestyle once again!
Auch wenn man trefflich über zu früh verschossenes Feuer diskutieren kann bin ich der Meinung, besser kann man ein Konzert kaum starten. Da hauen die alten Männer aus Schweden den wohl größten Hit als Opener raus und die Garage kocht, großartiger Plan und perfekt aufgegangen wie das Konzert am Freitag bewiesen hat. q.e.d.
Mir stand somit am Freitag Abend ein großartiges Konzert bevor, auch wenn die erste Vorband diesen Eindruck, leider nicht nur aus purer Boshaftigkeit, nicht vermitteln wollte. Wo auch immer die Jungs herkamen, es bleibt zu hoffen das sie sich wieder dorthin verzogen haben und nie wieder eine Bühne betreten. Nach wenigen Sekunden eines ihrer “Songs” konnte ich das Verlangen, die Jungs mit allem greifbaren von der Bühne zu werfen kaum noch unterdrücken. Zum Glück war dies nicht mehr nötig da ich nur den letzten Song genießen durfte und anschließend direkt eine Umbauphase begann. Schließlich hatten Millencolin auch einen echten Support Act am Start.
“We are $/%§&$%&$/ from Los Angeles” stellte sich diese Band anschließend auch brav vor und dank dem kleinen Merchandising Angebot ließ sich dann doch noch feststellen, das es sich um “The Briggs” aus L.A. handelte. Die Jungs hatten sich also zusammen mit Millencolin in die Garage verirrt und machten exakt was von einem Opener erwartet wird. Gute Stimmung und dies gegen Ende auch relativ erfolgreich.
Die Bühne war somit bereitet und das Publikum in freudiger Erwartung.. und wurde nicht enttäuscht.. auch wenn das Konzert offiziell zur Machine 15 Tour und somit zum aktuellen Album gehört lieferten die vier Schweden einen “Best Of” Mix durch 15 Jahre Bandgeschichte.. da durfte Mr. Clean ebensowenig fehlen wie No Cigar, Monkey Boogie oder aktuellere Songs wie Detox, Broken World, Farewell My Hell oder Brand New Game. Die Mischung war wirklich gut und nach einem Statement wie “you’re twice as good as the people in stuttgart yesterday” verzeiht man auch das ständige blabla über Baguette und Frankreich.. woher sollen die Schweden auch die besondere Beziehung zwischen Saarländern und Franzosen kennen
Leider gab es allerdings auch zwei kleine Wehrmutstropfen.. so war der Spass nach gut einer Stunde bereits gegessen, wenn man die durchschnittliche Länge der Songs in Kombination mit der Geschwindigkeit in Betracht zieht ist dies aber auch verständlich - das ich ohne “Stalemate” nach Hause fahren musste ist allerdings ein Skandal
Alles in allem wars trotzdem ein echt guter Event, eine kurze Reise in die eigene Vergangenheit inklusive.


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