musiksofa

alles was rockt, groovt oder einfach nur chillt

Mr. Clean tell me is that really you…

Posted by schommi on Nov-16-2008

… I wonder what you’ve done to become so big an dumb.. but I know you “can” change your lifestyle once again!

Auch wenn man trefflich über zu früh verschossenes Feuer diskutieren kann bin ich der Meinung, besser kann man ein Konzert kaum starten. Da hauen die alten Männer aus Schweden den wohl größten Hit als Opener raus und die Garage kocht, großartiger Plan und perfekt aufgegangen wie das Konzert am Freitag bewiesen hat. q.e.d.

Mir stand somit am Freitag Abend ein großartiges Konzert bevor, auch wenn die erste Vorband diesen Eindruck, leider nicht nur aus purer Boshaftigkeit, nicht vermitteln wollte. Wo auch immer die Jungs herkamen, es bleibt zu hoffen das sie sich wieder dorthin verzogen haben und nie wieder eine Bühne betreten. Nach wenigen Sekunden eines ihrer “Songs” konnte ich das Verlangen, die Jungs mit allem greifbaren von der Bühne zu werfen kaum noch unterdrücken. Zum Glück war dies nicht mehr nötig da ich nur den letzten Song genießen durfte und anschließend direkt eine Umbauphase begann. Schließlich hatten Millencolin auch einen echten Support Act am Start.

“We are $/%§&$%&$/ from Los Angeles” stellte sich diese Band anschließend auch brav vor und dank dem kleinen Merchandising Angebot ließ sich dann doch noch feststellen, das es sich um “The Briggs” aus L.A. handelte. Die Jungs hatten sich also zusammen mit Millencolin in die Garage verirrt und machten exakt was von einem Opener erwartet wird. Gute Stimmung und dies gegen Ende auch relativ erfolgreich.

Die Bühne war somit bereitet und das Publikum in freudiger Erwartung.. und wurde nicht enttäuscht.. auch wenn das Konzert offiziell zur Machine 15 Tour und somit zum aktuellen Album gehört lieferten die vier Schweden einen “Best Of” Mix durch 15 Jahre Bandgeschichte.. da durfte Mr. Clean ebensowenig fehlen wie No Cigar, Monkey Boogie oder aktuellere Songs wie Detox, Broken World, Farewell My Hell oder Brand New Game. Die Mischung war wirklich gut und nach einem Statement wie “you’re twice as good as the people in stuttgart yesterday” verzeiht man auch das ständige blabla über Baguette  und Frankreich.. woher sollen die Schweden auch die besondere Beziehung zwischen Saarländern und Franzosen kennen ;-)

Leider gab es allerdings auch zwei kleine Wehrmutstropfen.. so war der Spass nach gut einer Stunde bereits gegessen, wenn man die durchschnittliche Länge der Songs in Kombination mit der Geschwindigkeit in Betracht zieht ist dies aber auch verständlich - das ich ohne “Stalemate” nach Hause fahren musste ist allerdings ein Skandal ;-)

Alles in allem wars trotzdem ein echt guter Event, eine kurze Reise in die eigene Vergangenheit inklusive.

Das waren Zeiten…

Posted by schommi on Oct-30-2008

Damals.. in den guten alten 90igern.. irgendwo zwischen 95 und 98. Damals, als die Wiesen noch grün, der Himmel blau und die Welt noch nicht von raffgierigen FInanzdienstleistern an den Rand des Wahnsinns getrieben wurde. Brit Pop dominierte die Musikszene, Oasis stritten sich mit Blur um den Thron und ganz nebenbei entwickelte sich Techno zur neuen Bewegung der Generation Loveparade (gibts da eigentlich ein Copyright drauf?!). Neben all diesen Entwicklungen, teilweise verborgen in kleinen, alternativen Nischen fristete der gute alte Punk sein Dasein, immer mal wieder kurz aufkeimend, aber irgendwie doch nicht mehr so dominierend wie zur Hochzeit 93-94, mit Tiny Tunes, Dookie, Smash, Receipe for Hate, Stranger than Fiction oder Daily Grind.

Man hatte den Eindruck, es sei ken Platz mehr für die alten Helden, denn lange Zeit wurde es sehr sehr still. Auch wenn zu Beginn des neuen Milleniums der gute alte Punk in neuem Gewand wieder auferstand, mussten nach “Take off your Pants and Jacket” weitere 3 Jahre vergehen, bis “American Idiot” das Bild wieder geraderückte. Es gab sie also doch noch, die Helden der Jugend, die Klassiker der 90iger. Langsam schickten sie sich an, die Dominanz der Boybands, des Crossover, Nu Metals und grausamer Epic Trance Verbrechen zu durchbrechen. Auf American Idiot folgten Kingwood, Offsprings Greatest Hits, Billy Talent II, New Maps of Hell und Agony & Irony.

Langer Rede, kurzer Sinn, Punkrock is Back! Nun mag man natürlich einwerfen das Punk natürlich nie tot war, nach den oben genannten Alben immer wieder neue Longplayer veröffentlich wurden und überhaupt unheimlich viele wichtige Dinge nicht genannt wurden. Stimmt! Aber das ist nebensächlich, denn erstens ist dieser Rückblick aus meiner Sicht absolut subjektiv und zweitens habe ich Punk eben erst mit American Idiot wirklich wieder wahrgenommen. Und eigentlich wollte ich auch nur auf folgende Termine hinweisen:

14.11.2008, Millencolin, Garage SB

17.01.2009, No Use for a Name, den Atelier, Lu

So ists!

Tune of the Week

Posted by schommi on Sep-6-2008

Die Woche war mal wieder anstrengend und da ich ja momentan gerne mal 2h+ pro Tag auf Autobahnen zubringe :( komme ich endlich wieder dazu mehr Musik zu hören :-) . Seit kurzem habe ich ja wieder mein Faible für Gitarren entdeckt und so findet sich im Auto gerade eine illustre Mischung: Placebo, Bad Religion, Millencolin, Maximo Park, Billy Talent, Ärzte ..

Einen Narren habe ich aktuell aber an Millencolins Kingwood gefressen und daraus ist auch mein aktueller Tune of the Week:

Stalemate

Da es nicht zu einem poltischen Inhalt gereicht hat gehts diesmal um Beziehungen, verflossene um genau zu sein aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Der Song beginnt treibend aber trotzdem irgendwie zurückhaltend, dreht dann aber zum Chorus richtig auf und geht direkt ins Ohr.

Da ich mich ja eh gewundert habe das es die vier Schweden noch aktiv sind und Kingwood nicht mal ihr aktuelles Album ist werde ich mich wohl im November von der Qualität von “Machine 15″ live überzeugen. Dann spielen die vier nämlich mal wieder im schönen Saarland, genauer gesagt in Saarlands schönster Garage und ich schätze den Gig sollte man nicht auslassen.. ebensowenig wie Stalemate und alle anderen Songs von Kingwood ;-)